Die Aktion Biotonne Deutschland

Worauf wir alle bei unserer Mülltrennung noch achten können

Verwelkte Rosen, Kartoffelschalen und mehr als 100 weitere kompostierbare Abfälle bilden die größte Abfallfraktion in unseren Küchen. Während Deutschland bei Glas und Papier vorbildlich trennt, gibt es beim Biomüll gewaltigen Nachholbedarf: davon landet nämlich die Hälfte – rund 4,5 Millionen Tonnen jährlich in Deutschland – immer noch in der Restmüll- anstatt der Biotonne.

Wählen wir die richtige Tonne, kann der daraus hergestellte Kompost große Mengen an Kunstdünger und klimaschädlichem Torf ersetzen. Manche Regionen gewinnen aus Bioabfall sogar zusätzlich Strom und Wärme – einfacher kann Klimaschutz fast nicht sein.

Somit unterstützt ihr mit dem Verwenden der Biotonne auch den Naturkreislauf enorm! Essensreste, Pflanzenreste etc. werden sinnvoll weiterverwendet und gelangen zum Schluss wieder als nährstoffreiche Pflanzenerde in unser System.

Da viele Verbraucher nach wie vor unsicher sind, was in die Biotonne darf, bietet die Abtion Biotonne Deutschland eine Plattform für Städte und Landkreise, ihren Bürgern ein für alle mal Klarheit zu verschaffen. Online können Verbraucher am großen “Biotonnen Check” teilnehmen und so ihr Wissen auf die Probe stellen.

Sicher ist: Plastik sowie Glas sind in der Biotonne fehl am Platz!

Beide Störstoffe stellen derzeit leider noch große Problemfelder dar. Denn gelangen sie mit in die Kompostier- oder Vergärungsanlagen, enthält das entstandene Produkt Mikropartikel der Störstoffe, die dann wieder in die Natur geleitet werden. Auf Dauer ist das extrem schädlich für unser Ökosystem!

© lichtl Ethics & Brands GmbH
© lichtl Ethics & Brands GmbH

Mülltrennung ist meiner Meinung nach etwas, womit jeder seinen Alltag ein bisschen nachhaltiger gestalten kann, ohne sofort große Umstellungen oder Verzichte in Kauf nehmen zu müssen. Daher finde ich das Thema sehr sinnvoll und unterstütze die Aktion gerne so gut ich kann.

Was du konkret tun kannst

Falls ihr euch jetzt fragt, was ihr genau tun könnt, um dieses wertvolle Abfallprodukt noch besser zu machen, habe ich hier einige Tipps für euch zusammengestellt:

  • Informier dich!
    Das wichtigste ist, dass du dir zu Anfang die Infos besorgt, die ihr zur Mülltrennung in eurer Region benötigt. Leider kann ich euch pauschal hier nichts empfehlen, da jede Kommune ihren Bioabfall anders weiterverwertet. Dadurch dürfen dann auch jeweils andere Stoffe in der Tonne entsorgt werden.
  • Erinnere dich!
    Wenn du zu Anfang noch etwas Unterstützung brauchst, dann hilft es, sich kleine Erinnerungen zu basteln. Beispielsweise kannst du dir eine Liste mit allen Dingen, die du in deine Biotonne werfen darfst, direkt an deinen Behälter heftest. Auf der Website der Aktion Biotonne gibt es auch eine vorgefertigte Übersicht, die man herunterladen und an die eigene Region anpassen kann.
  • Trenne sorgfältig!
    Wichtig ist, dass wirklich keine Störstoffe in den Biomüll gelangen. Achte daher wirklich immer darauf, was du wegwirfst. Wenn du zum Beispiel verfaulte Lebensmittel entsorgst, achte darauf, dass du die Verpackung komplett entfernst.

Schaut euch einfach mal ein bisschen auf der Website um! Das Projektbüro stellt dort zahlreiche Informationsmaterialien sowie die Kontaktdaten sämtlicher teilnehmender Ämter und Entsorger bereit. Wenn ihr also unsicher seid, wie das mit der Biotonne in eurer Region funktioniert, was rein darf oder wie man sie bekommt, könnt ihr dort euren zuständigen Berater herausfinden.

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Viel Spaß beim Trennen! 🙂

Ich freue mich, dass du meinen Beitrag gelesen hast. Hinterlass mir gerne einen Kommentar, wenn er dir gefallen hat. Ich freue mich über jede Art von Feedback!

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